2-euro-münze

© Europäische Zentralbank

Am 01.01.2002 wurde der Euro als offizielles und gemeinsames Zahlungsmittel und als Buchgeld bereits am 01.01.1999 in der Eurozone eingeführt. Er ist nach dem US-Dollar die wichtigste Reservewährung der Welt. Außerdem wurde mit der gemeinsamen EU-Währung ein Gegenpol zum US-Dollar und zum Yen geschaffen. Für die Ausgabe, den Umlauf und die Verwaltung des Euro ist die Europäische Zentralbank zuständig.

Zur Einführung des Euro lief die Produktion in allen beteiligten Ländern bereits seit Mai 1998 auf Hochtouren. Nie zuvor mussten so viele Münzen und Scheine einer Währung in Umlauf gebracht werden. Zunächst wurden für Januar 2002 4,3 Milliarden Banknoten und 17 Milliarden Münzen hergestellt.

Euro Banknoten sind alle identisch

Die Euro-Banknoten sind in allen Ländern identisch. Gestaltet wurden sie vom Österreicher Robert Kalina und zeigen Motive verschiedener Zeitepochen und Baustile Europas. Es gibt sie als 5, 10, 20, 50, 100, 200 und 500 Euro-Scheine. Der einzige Unterschied bei den Banknoten ist der erste Buchstabe der Seriennummer. Anhand dieses Buchstabens kann man feststellen, für welche nationale Zentralbank, also für welches Land der Schein gedruckt wurde. Im Rahmen des zentralen Poolingverfahrens kann eine nationale Zentralbank auch für andere Zentralbanken Scheine für die Ausgabe in deren Zuständigkeitsbereich drucken. Die Herkunft der Scheine lässt sich nur noch mit Hilfe des Druckereicodes feststellen. Hier gibt der erste Buchstabe, wie zum Beispiel das R für die Bundesdruckerei Berlin die Druckerei an, in der der Schein gedruckt wurde.

Bei den Euromünzen findet man auf der Rückseite der Münze von den nationalen Zentralbanken festgelegte landesspezifische Prägungen. In Deutschland gibt es im Gegensatz zu den anderen Staaten des Eurosystems fünf verschiedene Prägestätten. Diese sind Hamburg, Berlin, Karlsruhe, Stuttgart und München. Ein Buchstabe in der Nähe der Jahreszahl kennzeichnet die Prägungsstätte.

Erste Gedenkmünze zu den Olympischen Spielen 2004

Zu den Olympischen Spielen 2004 in Athen wurde das erste Mal eine 2 Euro Gedenkmünze in den Umlauf gebracht. Seitdem nutzt nahezu jedes Land die Möglichkeit, eine 2 Euro Gedenkmünze oder Sondermünzen jährlich auszugeben. Sie sind sehr beliebt unter den Sammlern. Nicht zuletzt, weil sie strengen Vorschriften der Europäischen Kommission unterliegen. Jedes Land darf nur einmal im Jahr solch eine Münze herausbringen und muss an das Emissionsvolumen des Ausgabelandes gebunden sein. Die 2 Euro Gedenkmünze ist im gesamten Euroraum, im Gegensatz zu anderen Gedenkmünzen ein gültiges Zahlungsmittel.

Deshalb müssen diese Münzen die gleichen technischen Merkmale und eine übereinstimmende Wertseite, wie die 2-Euro-Umlaufmünzen aufweisen. Der Unterschied der 2 Euro Gedenkmünzen besteht lediglich durch das Motiv auf der nationalen Seite der Münze. Auch die Ausgabeanlässe sind von der EU-Kommission vorgeschrieben. Diese sind besondere politische Ereignisse, außergewöhnliche Sportveranstaltungen oder Gedenken an bedeutende Persönlichkeiten. Mittlerweile besitzen diese Münzen einen erheblichen Sammlerwert. Dieser liegt normalerweise zwischen zweieinhalb und fünfundzwanzig Euro. Ausnahmen bilden die Ausgaben von San Marino und Vatikanstadt. Die erste 2 Euro Gedenkmünze Monacos übersteigt den Wert sogar schon um das 500-fache.

Neben den normalen Umlaufmünzen und den 2 Euro Gedenkmünzen verausgaben die Euroländer auch reine Sammlermünzen. Diese Münzen enthalten Silber oder Gold, sind besonders wertvoll und werden nur in den Ausgabestaaten als Zahlungsmittel akzeptiert. Die Nennwerte sind unterschiedlich, aber deutlich höher als der Zahlungswert und die Prägeauflage ist in den meisten Fällen limitiert.

2007 wurde das erste Mal eine 2 Euro Gemeinschaftsmünze ausgegeben. Für die Ausgabe solcher Gemeinschaftsmünzen werden Themen mit bedeutenden europäischen Ereignissen festgelegt. 2007 war es “50 Jahre Römische Verträge”, 2009 “10 Jahre Wirtschafts- und Währungsunion und 2012 “10 Jahre Euro-Bargeld”. Diese Münzen sind in jedem Euroland erhältlich. Unterschieden werden sie lediglich durch die Angabe der Ländernamen und die Verwendung der unterschiedlichen Sprachen. Das Recht zusätzlich die jährliche 2 Euro Sondermünze herauszugeben, bleibt den einzelnen Ländern trotzdem erhalten.

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